Was wir Tauschen nennen

Was meinen wir, wenn wir “tauschen” sagen? Die Frage klingt banal. Sie ist es nicht. Das Wort “Tausch” trägt eine sehr bestimmte Logik in sich – und wir schicken es regelmäßig in Bereiche, wo diese Logik nicht gilt und nicht gelten sollte. Was Tausch wirklich bedeutet “Tauschen” hat einen harten semantischen Kern, der sich nicht wegdefinieren lässt: Gleichzeitigkeit. Beide Seiten geben und empfangen im selben Moment. Kein Intervall, kein Warten, kein Vertrauen in ein Später....

März 10, 2026 · 4 Minuten · 746 Wörter · Andreas Artmann

Was sind eigentlich Freuda?

In meiner empirosophischen Forschung zum Geldbegriff  begegnete mir irgendwann die Formulierung „lachendes Geld“. Später ist daraus der Begriff Freuda entstanden. Meine Kunstwährung die nur durch Freude gedeckt ist. Zur Entspannung hatte ich irgendwann angefangen selber Postkarten herzustellen. Und eines Tages erstellte ich eine intuitiv eine Postkarte, die einem Geldschein nachempfunden war. Damit war der Begriff Freuda auch anfassbar. Aus Freude verschenkte ich viele Freuda an Freunde und Bekannte, schickte Sie an Firmen und Initiativen mit denen ich in Kontakt war....

Februar 1, 2026 · 4 Minuten · 842 Wörter · Andreas Artmann

Teile und Verdiene

Aus dem Tauschmagazin Nr. 26 / Mai 2016  Heute finde ich einen “alten” Artikel von mir, den ich auch heute noch lesenswert finde. Der Artikel liegt heute leider hinter einer Bezahlschranke. Ich empfinde die Aussagen auch ohne den Zeit Artikel schon lesenswert. Teile und verdiene – aus ZEIT Online Wohlstand für alle oder ein neues Tor zur Selbstausbeutung? Ein Artikel aus der ZEIT Online beschreibt die zunehmende Vermarktung der Sharing Economy....

Februar 1, 2026 · 2 Minuten · 365 Wörter · Andreas Artmann

Was wir Geld nennen

Was meinen wir, wenn wir “Geld” sagen? Die Frage klingt banal. Sie ist es nicht. Das Wort “Geld” funktioniert so selbstverständlich, dass wir nie nachfragen, was wir eigentlich meinen. Und genau darin liegt das Problem: Hinter einem einzigen Begriff verbergen sich grundverschiedene soziale Praktiken – mit verschiedener Geschichte, verschiedener Logik, verschiedener Wirkung auf Gemeinschaft und Welt. Dieser Beitrag versucht, den Begriff zu öffnen. Nicht um ihn zu zerstören – sondern um sichtbar zu machen, was in ihm steckt....

März 1, 2026 · 6 Minuten · 1136 Wörter · Andreas Artmann

Wenn Erfolg zur Wahrheit wird

Ich beobachte seit Jahren etwas im gesellschaftlichen Gespräch, das mich nicht loslässt. Es ist kein lautes Phänomen – es zeigt sich eher in dem, was nicht mehr gefragt wird. In dem, was nicht mehr erklärt werden muss. Wer finanziell erfolgreich ist, hat Recht. Nicht nur Erfolg – sondern Recht. Das ist keine These, die jemand offen vertreten würde. Aber sie wirkt. Sie wirkt in der Art, wie wir über Unternehmensführer sprechen....

März 4, 2026 · 5 Minuten · 904 Wörter · Andreas Artmann

Was Geld nicht sieht, wird Müll

Was ist Müll eigentlich? Nicht: aus welchem Stoff. Nicht: wie viel davon. Sondern – was macht etwas zum Müll? Diese Frage klingt einfach. Sie führt direkt ins Zentrum unseres Wirtschaftsdenkens. Müll ist kein Stoff. Müll ist ein Urteil. Holz, Plastik, Lebensmittel – keiner dieser Stoffe ist an sich Müll. Er wird es erst durch ein Urteil: Für diesen Kontext nicht mehr brauchbar. Für niemanden mehr gefragt. Wertlos. Müll entsteht nicht im Moment der Entsorgung....

März 1, 2026 · 7 Minuten · 1389 Wörter · Andreas Artmann

Plurakonomie – Vielfalt als wirtschaftliches Prinzip

Ein neues Wort für eine alte Wahrheit Plurakonomie. Das Wort klingt neu – und ist es auch. Zusammengesetzt aus dem Esperanto-Wort plura (= vielfach, zahlreich, plural) und dem deutschen Begriff Ökonomie, benennt es etwas, das zwar nie aufgehört hat zu existieren, aber selten so klar benannt wurde: die Vielfalt der Wirtschaftsweisen als Prinzip, nicht als Mangel. Es gibt bereits den Begriff “Plurale Ökonomik” – eine akademische Bewegung von Ökonominnen und Ökonomen, die sich seit 2003 der Monokultur der neoklassischen Wirtschaftstheorie in Lehre und Forschung widersetzen....

Februar 28, 2026 · 6 Minuten · 1216 Wörter · Andreas Artmann

Organisieren ohne Machtzentralisierung

Die umgedrehte Organisationspyramide In traditionellen Organisationsstrukturen sammelt sich Macht an der Spitze. Dort wird entschieden, geplant und kontrolliert. Die Basis führt aus. Doch was wäre, wenn wir diese Pyramide auf den Kopf stellen – nicht nur symbolisch, sondern als grundlegendes Organisationsprinzip? Das Ziel ist radikal: Macht soll nicht oben gesammelt, sondern von unten so verteilt werden, dass an der Spitze praktisch keine Macht mehr übrig bleibt. Die drei Ebenen der umgedrehten Pyramide Ebene 1 (Unten – Die Spitze): Prozessbeobachtung An der Spitze der umgedrehten Pyramide – also ganz unten – gibt es keine Führung im klassischen Sinne, sondern Prozessbeobachtung....

Februar 3, 2026 · 3 Minuten · 460 Wörter · Andreas Artmann

Ich und meine Shampooflasche

Ich und meine Shampoo Flasche. Lange Zeit habe ich meinen Umgang mit Shampoo für normal gehalten. Bis ich mich gefragt habe, ob denn niemand sonst auffällt, wie ich (wir) sogar bei so was einfachem, wie dem Nutzen von Shampoo hinters Licht geführt werden. Richtig bewusst geworden ist mir das erst als der Hersteller meines Standard Shampoo’s groß “Jetzt mit 15 % mehr Inhalt” auf die Flasche gedruckt hat. Im ersten Moment dachte ich OK, da will mir jemand was schenken....

Juli 22, 2025 · 2 Minuten · 397 Wörter · Andreas Artmann

Im Moment des Gewahrseins existiert nur noch Resonanz

Im Moment des Gewahrseins existiert nur noch Resonanz Heute bekomme ich ein noch tieferes Verständnis von diesem Merksatz: Erst wenn ich es verstanden habe, kann ich es reparieren. Im sozialen Raum besteht immer auch die Möglichkeit andere Menschen zu manipulieren. Selbst wenn ich aus den besten Absichten handele, kann meine Aktion in der Anderen einen Veränderungsdruck erzeugen. Oft reichen bestimmte Begrifflichkeiten oder eine bestimmte Stimmlage … und schon wird die vermeintlich freie Entscheidung von Triggersignalen oder auch positiven Emotionen in einer Weise beeinflusst, die nicht mehr wirklich als “freier Wille” beschrieben werden kann....

Juni 22, 2025 · 1 Minute · 203 Wörter · Andreas Artmann